Stripe hat offiziell mehr als 40 neue Upgrades angekündigt: Die Open Issuance-Plattform ermöglicht es Unternehmen, Stablecoins mit einem Klick auszugeben, und kooperiert mit OpenAI bei der Veröffentlichung des ACP-Protokolls.
Der Zahlungsriese Stripe stellte auf der „Stripe Tour New York“-Veranstaltung am 30. September mehr als 40 neue Produkte und Funktionen vor, die sich mit der Ausgabe stabiler Währungen, KI-gesteuertem Agenturhandel und globalen Zahlungslösungen befassen.
(Vorherige Zusammenfassung: Das Endspiel der KI-Zahlung: das Spiel zwischen Google, Coinbase und Stripe)
(Hintergrundergänzung: Wie verändert Stripe das Zahlungsimperium von der Übernahme von Bridge zur selbst entwickelten Tempo-Kette?)
Inhalt dieses Artikels
Der Zahlungsriese Stripe kündigte während der jährlichen Produktpräsentationsveranstaltung „Stripe Tour“ die gleichzeitige Einführung von mehr als 100.000 Produkten an New York“ fand am 30. September in New York statt. 40 neue Produkte und Funktionen umfassen die Ausgabe von Stablecoins, Agenturhandel, Zahlungsabwicklung, Revenue Management und eingebettete Finanzen und verdeutlichen damit den Ehrgeiz, digitale Wirtschaftsinnovationen zu fördern.
Stablecoins und Agenturgeschäft: die beiden Hauptschwerpunkte des Stripe-Upgrades
Die offene Ausgabe von Stablecoins ermöglicht es Unternehmen, auf einfache Weise individuelle Finanzökosysteme zu schaffen
Bei diesem Upgrade betonte Stripe zwei Kernpunkte. Eine davon ist die Einführung der „Open Issuance“-Plattform durch das Anfang des Jahres erworbene Stablecoin-Infrastrukturunternehmen Bridge, die den Prozess der Ausgabe und Verwaltung von Stablecoins durch Unternehmen völlig vereinfacht.
Offiziell können Unternehmen über diese Plattform mit nur wenigen Codezeilen ihre eigenen Stablecoins erstellen und verwalten. Unternehmen können Stablecoins frei prägen und vernichten sowie den Mindestreservesatz von Bargeld und Staatsanleihen flexibel anpassen. Sie können Partner wie BlackRock, Fidelity Investments und Superstate für die Verwaltung der Reservefonds auswählen, während die Barmittel von der Lead Bank gehalten werden, um die Liquidität sicherzustellen.
Gleichzeitig sind zur Verbesserung der Liquidität alle über die offene Emissionsplattform ausgegebenen Stablecoins vollständig interoperabel, und die Orchestrierungs-API von Bridge unterstützt die kostengünstige Konvertierung dieser Stablecoins mit anderen Stablecoins. Unternehmen können durch die Ausgabe von Stablecoins auch Belohnungen erhalten und die Erlöse nutzen, um Anreize für Kunden zu schaffen und ein attraktiveres Geschäftsmodell zu schaffen.
Darüber hinaus hat Stripe auch eine Reihe von Stablecoin-bezogenen Updates auf den Markt gebracht, darunter die Möglichkeit für Unternehmen, Stablecoin-Abonnementzahlungen zu akzeptieren. Die Finanzkonten von US-Unternehmen können nun Stablecoin-Guthaben halten, zwischen Fiat-Währungen umrechnen, lokal ausgegebene Karten zum Bezahlen von Stablecoins verwenden und grenzüberschreitende Transfers von Stablecoins in Krypto-Wallets unterstützen.
Agency Commerce Protocol (ACP) und KI-Monetarisierungstools
Das zweite Highlight ist das „Agency Commerce Protocol“ (ACP), das gemeinsam von Stripe und OpenAI veröffentlicht wurde. Dabei handelt es sich um einen offenen Standard, der für die KI-Ära entwickelt wurde und auf die Instant-Checkout-Funktion von ChatGPT angewendet wurde.
Offiziell hat ACP eine gemeinsame Sprache für Händler und KI-Agenten etabliert. Durch eine einzige Integration können Händler KI-Agenten in ihrem Namen verkaufen lassen und dabei die vollständige Kontrolle über die Marke, den Produktkatalog, die Auftragsabwicklung und die Kundenbeziehungen behalten. Als offener Standard funktioniert ACP mit allen Arten von KI-Agenten, auch wenn Unternehmen Stripe nicht zur Zahlungsabwicklung nutzen. Um KI-Unternehmen weiter zu unterstützen, hat Stripe gleichzeitig auch neue Tools zur Unterstützung der Produktmonetarisierung eingeführt.
Weitere wichtige Updates: Umfassende Verbesserungen bei Zahlungen und Finanzdienstleistungen
Zusätzlich zu Stablecoins und Agency Commerce hat Stripe mehrere Upgrades eingeführt, um seine Zahlungen, sein Umsatzmanagement und seine eingebetteten Finanztools weiter zu optimieren, wie zum Beispiel:
- App-to-Web-Zahlungsprozess: Unternehmen können iOS-App-Kunden nahtlos zur mobilen Checkout-Seite von Stripe Checkout weiterleiten, sodass Unternehmen wie Superwall, Voodoo, Replit und andere sparen können bis 90 % Zahlungskosten.
- Link Wallet unterstützt BNPL: Stripes Express-Checkout-Wallet Link unterstützt jetzt Klarnas Funktion „Jetzt kaufen, später bezahlen“ (BNPL).
- Gehostete Zahlungslösung: Unternehmen können Stripe Managed Payments nutzen, um einmalige Zahlungen zu tätigen, wobei Stripe globale Steuern, Betrugsprävention und Streitbeilegung verwaltet.
- Globale Ausweitung der Steuerunterstützung: Stripe Tax wird im nächsten Jahr die Steuererhebung für physische Waren in 102 Ländern unterstützen.
- Stripe Reader S710: Neue Hardware unterstützt mobile Datenverbindungen, um Zahlungen vor Ort ohne WLAN abzuwickeln.
- Integration der KI-Plattform: KI-Plattformen wie Vercel und Replit können in die Stripe-Sandbox eingebettet werden, sodass Entwickler Zahlungen und Finanzdienstleistungen verwalten können, ohne die Plattform zu verlassen.