Die Bank of Japan „erhöhte die Zinssätze um einen Tick auf 0,75 %“, die Zinssätze erreichten ein 30-Jahres-Hoch und Bitcoin stieg auf 87.500 US-Dollar
Die Bank of Japan hat beschlossen, die Zinssätze um einen Tick auf 0,75 % anzuheben. Löhne und Inflation bestimmen die Entscheidungsfindung, und die Zinserhöhungen werden auch in Zukunft schrittweise und datenorientiert erfolgen.
(Vorläufige Zusammenfassung: Bloomberg-Analysten: Bitcoin könnte unter 84.000 Magnesium fallen! Bullen wurden von „hawkischen Zinssenkungen“ überfallen und der Weihnachtsmarkt wurde ruiniert)
(Hintergrundbeilage: Wo ist der Karneval der versprochenen Zinssenkungen? Interpretation der „hawkischen Zinssenkungen“ der Federal Reserve und der Ausweitung von Anleihekäufen, die keine QE sind)
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Japan
Die Bank of Japan (BOJ) Zuvor wurde offiziell angekündigt, den Leitzins um 25 Basispunkte auf 0,75 % anzuheben, den höchsten Stand seit den 1990er Jahren. Dieser Schritt symbolisiert Japans offizielle Abkehr vom langfristigen Nullzinsrahmen und sendet ein Signal nach außen: Wenn die Wirtschaft und die Preise auch in Zukunft ihren aktuellen Zustand beibehalten, wird sich der Zinserhöhungszyklus fortsetzen.
Der Datenschub hinter Zinserhöhungen
Der Schlüssel zur Entscheidungsfindung ist die Bildung eines positiven Kreislaufs zwischen Inflation und Löhnen. Der Kern-VPI liegt seit drei Jahren in Folge über 2 %, und die BOJ schätzt, dass er im Geschäftsjahr 2027 immer noch auf 2,0 % zurückkehren könnte. Die Unternehmen bleiben optimistisch, was Gehaltserhöhungen im Frühjahr 2026 angeht, was die Dynamik der Inlandsnachfrage festigt.
Die langfristige Abschwächung des Yen hat die Importkosten in die Höhe getrieben, und die Anhebung der Zinssätze ist zu einem notwendigen Mittel zur Linderung der importierten Inflation geworden.
Obwohl das BIP im dritten Quartal 2025 mit einer Jahresrate von 1,8 % schrumpfen wird, betont die BOJ andererseits, dass es sich hierbei um ein vorübergehendes Phänomen handelt: Fiskalische Anreize in Höhe von 21,3 Billionen Yen und Investitionen in KI-Ausrüstung dürften im vierten Quartal für eine Erholung sorgen. Mit Blick auf die Zukunft heißt es in der offiziellen Erklärung:
Wenn die Konjunktur- und Preisentwicklung mit den Prognosen übereinstimmt, werden die Zinssätze weiter angehoben.
Den von der BOJ veröffentlichten Dokumenten zufolge ist Japans Realzins immer noch negativ und das monetäre Umfeld ist immer noch locker, da die Inflationsrate immer noch über dem Nominalzins liegt.
Folgemaßnahmen und Marktbeobachtung
BOJ erklärte, dass es ein „schrittweises, datenabhängiges“ Modell beibehalten werde. Der Markt geht im Allgemeinen davon aus, dass die Zinssätze im April oder Juni 2026 erneut angehoben werden könnten, und wird die Zinssätze Mitte 2026 auf 1 % erhöhen. Der langfristige Endzinssatz wird von BNP Paribas auf rund 1,5 % geschätzt.
Analysten erinnern daran, dass Lohnverhandlungen und Einzelhandelsumsätze im ersten Halbjahr 2026 der Schlüssel zur Beobachtung des Tempos der Zinserhöhungen sein werden. Für Anleger wird das Zusammenspiel zwischen der Entwicklung des Yen, den Renditen japanischer Anleihen und der globalen Kapitalumverteilung die Vermögensentwicklung im nächsten Jahr bestimmen.
Bitcoin stieg auf 87.000 $
Im Hinblick auf den Kryptowährungsmarkt könnte es eine schlechte Nachricht sein, da Bitcoin auf 87.500 $ gestiegen ist. Man kann von einem stetigen Auf- und Abwärtstrend der letzten Tage mit starken kurzfristigen Schwankungen sprechen.
