VanEck: Die massive Kapitulation von Bitcoin-Minern bedeutet, dass der Markt jetzt am Tiefpunkt angelangt ist
Die Rechenleistung von Bitcoin ging monatlich um 4 % zurück und die Welle der Kapitulation der Bergleute breitete sich aus; VanEck wies darauf hin, dass historische Daten zeigen, dass diese Art der Säuberung oft den Grundstein für den nächsten Bullenmarkt legt.
(Vorläufige Zusammenfassung: Bitcoin schaffte es nicht, die Marke von 90.000 US-Dollar zu durchbrechen und fiel zurück, Ethereum hielt sich bei 3.000 US-Dollar und der US-Aktienmarkt war an Weihnachten allesamt höher)
(Hintergrundergänzung: MicroStrategy kündigte letzte Woche eine Aussetzung des Kaufs von Bitcoin an: Geldautomaten sammelten 740 Millionen US-Dollar, um Bargeldreserven aufzufüllen, Schulden und Dividenden sind die dringendsten Bedürfnisse?)
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Bitcoin im Winter 2025 (Bitcoin-Minen stehen kurz vor der Schließung). Die Preise sind gegenüber dem Höchststand im Oktober von 126.080 US-Dollar um 30 % gesunken und bewegen sich nun bei rund 88.400 US-Dollar, wobei die Geräusche hocheffizienter Ventilatoren in Rechenzentren in Texas und Kasachstan merklich gedämpft sind. Das Schweigen ist jedoch an der Wall Street nicht unhörbar. Matt Sigel, Forschungsdirektor beim Investmentinstitut VanEck, glaubt, dass es dieses Szenario der „Bergmannsübergabe“ ist, das oft den Punkt markiert, an dem der Markt seinen Tiefpunkt erreicht.
Hashing-Leistungsrückgang und Kostendruck: das digitale Thermometer der Kältewelle
Laut VanEck-Bericht ist die Rechenleistung des Bitcoin-Netzwerks mit Stand vom 15. Dezember monatlich um 4 % gesunken, was den dramatischsten Rückgang seit der Halbierung im April 2024 darstellt. Zu den Hauptgründen gehören die Schließung von etwa 1,3 GW Produktionskapazität in China und die Verlagerung von etwa 10 % der Rechenleistung auf profitablere KI Rechnen. Gleichzeitig wurden auch die Kosten verschärft. Die Analyse ergab, dass der Break-Even-Strompreis der Mainstream-Mining-Maschine Bitmain S19 XP von 0,12 US-Dollar pro Kilowattstunde auf 0,077 US-Dollar gesunken ist, was einem Rückgang von 36 % entspricht. Viele Minen erleiden Verluste, sobald sie in Betrieb genommen werden, und sind gezwungen, Anlagen stillzulegen oder zu verkaufen.
Historisches Backtesting: Schlechte Nachrichten werden mit der Zeit positiv
Die VanEck-Analysten Matt Sigel und Patrick Bush verfolgten Daten seit 2014 und stellten fest, dass 65 % der Renditen in den nächsten 90 Tagen positiv werden, wenn die Rechenleistung innerhalb von 30 Tagen ein negatives Wachstum zeigt; Wenn das negative Wachstum 90 Tage lang anhält, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Renditen in den nächsten 180 Tagen positiv werden, auf 77 %, mit einem durchschnittlichen Anstieg von 72 %. Matt Sigel wies darauf hin:
„Wenn Miner mit geringer Effizienz ausscheiden und die Rechenleistung abnimmt, wird die Mining-Schwierigkeit anschließend reduziert, was es den Gewinnen der überlebenden Miner ermöglicht, sich zu erholen, den Verkaufsdruck auf dem Markt zu verringern und einen Tiefpunkt für die Preise zu erreichen.“
Neuordnung der Chips am Tiefpunkt des Angstindex
Der Marktstimmungsindikator fiel auf 16, was als „extreme Angst“ gilt. Die Short-Term Holder Output Profit Marge (SOPR) ist unter 1,0 gefallen, was darauf hindeutet, dass spekulative Chips den Markt größtenteils mit Verlusten verlassen. Unterdessen zeigt der technische Indikator Hash Ribbon einen Crossover, der sich in der Vergangenheit mehrfach mit Preistiefs überschnitten hat. Das Vorgehen von Unternehmen und staatlichen Institutionen unterscheidet sich stark von dem von Privatanlegern: Sie haben kürzlich ihre Bestände von 42.000 BTC erhöht, und 13 Länder, darunter Argentinien, Japan und Bhutan, unterstützen immer noch den Bergbau, und die Chips verlagern sich von teuren Bergleuten hin zu langfristigen Fonds.
Makrorauschen und Risikogrenzen
Betrachtet man die Makroebene, bleibt die Trump-Administration gegenüber Kryptoanlagen freundlich eingestellt, die globale Liquidität wird jedoch immer noch durch die Möglichkeit einer Zinserhöhung der Bank of Japan eingeschränkt. Einige Analysten wie TradingShot warnen, dass Bitcoin einen kurzfristigen Rückgang auf 50.000 US-Dollar nicht ausschließen könnte. Der Markt kann zwischen 80.000 und 95.000 US-Dollar schwanken, aber das historische Muster, dass Bergleute mit einer hohen Gewinnquote kapitulieren, wurde nicht durchbrochen. Wenn die am wenigsten effiziente Produktionskapazität abgeschaltet und ein Teil der Rechenleistung auf KI übertragen wird, ist das zurückbleibende Netzwerkfundament widerstandsfähiger. Für langfristige Anleger ist die Stille der Minen möglicherweise nicht nur ein kalter Winter, sondern ein stilles Signal, dass die Saat eines neuen Zyklus zu keimen beginnt.
Da der Lärm der Ventilatoren allmählich verstummt, bietet diese Säuberungswelle Möglichkeiten für Kostenneubewertungen und Kapazitätserweiterungen für das Bitcoin-System. Wenn der Rhythmus der Geschichte wieder anbricht, ist die Kapitulation der Bergleute möglicherweise nicht das letzte Kapitel, sondern der Auftakt zum nächsten Bullenmarkt.